Rückblick 2017

Mittwoch, 5. April 2017, nachmittags

Endlich war es soweit. Seit Beginn unserer Initiative "Renaissance Gartenfriedhof" hatten wir den Wunsch, einmal den Pyramiden-Friedhof in Rom zu besuchen.
Genauer heißt er: "Der Protestantische Friedhof" (italienisch Cimitero acattolico, auch Cimitero degli Inglesi oder Cimitero dei protestanti) und ist einer der berühmten Friedhöfe in Rom.


Eine wunderbarer Friedhof mit blumengeschmückten Gräbern, Hecken, Sträuchern und blühenden Bäumen.
Viele interessierte Menschen genossen den ruhigen, so besonderen Ort, lasen die Grabinschriften und erfreuten sich an dieser herrlichen Oase.
- Unser Traum ... Könnte der Gartenfriedhof doch auch ein bisschen von dieser Atmosphäre haben!!!
 Würdevolle Beschaulichkeit, anheimelndes Vogelgezwitscher, gepflegtes Erscheinungsbild -

Charlotte Kestner, geb. Buff hätte sich sicher sehr gefreut, dass wir die Grabstätte ihres Sohnes aufsuchen wollten.

Wir kamen auf den Friedhof, schauten uns nach einer Informationstafel um und schon wurden wir von einer netten Dame angesprochen mit der Frage "wen suchen Sie denn?" 
Wir suchen die Grabstätten von August Kestner und August Goethe !!!

Und siehe da, wir standen nur drei Schritte von der Grabstätte August Kestner entfernt. Und schon gesellte sich ein zweiter "Kundiger" dazu. Es wurde uns erzählt - und das sogar in Deutsch -, dass vor einiger Zeit eine Dame vom Historischen Museum Hannover ebenfalls die Grabstätte August Kestner besucht hatte.



Danach machten wir uns auf den Weg zum Grab von August Goethe.

Ein Schild zeigte uns den Weg:

Aber siehe da, auch auf dem Grab stand nicht sein voller Name - er war auch hier der Sohn seines berühmten Vaters.

Wer den Gartenfriedhof in Hannover liebt, der sollte sich beim nächsten Besuch in Rom ein wenig Zeit für diesen Friedhof nehmen und dann Anregungen mit nach Hannover nehmen. Vielleicht ...

Dienstag, 21. März 2017, vormittags

Rechtzeitig zum Frühlingsanfang wurden die Bauzäune von zwei Fachleuten - offensichtlich Steinmetze oder Restauratoren - sorgfältig von ihren Drahtfesseln befreit und auf einen bereit gestellten Lastwagen verladen und vertäut.
Nachmittags wurde nach der Mittagspause der Sockel der Umzäunung erneuert und mit dem Metallzaun verbunden.

der Metallzaun sieht noch etwas unfertig aus, wird aber sicher auch noch gerichtet.

Von dem Schaden haben wir am 28.3.2015 um 11.52 Uhr erfahren (siehe Rückblick 2015).
Umwelt und Stadtgrün informierte uns, dass dieser Schaden durch einen schwungvollen Autofahrer verursacht wurde.
Dieser ist bekannt und muss somit auch für die Reparatur bezahlen.

Trotz gesicherter Finanzierung hat es erstaunliche zwei Jahre gedauert, bis der Schaden nun behoben wurde ...

Auch schon sehr lange gibt es die provisorische Schließung an der Ecke Marienstraße / Warmbüchenstraße.

Nebem anderen Projektvorschlägen wollten wir auch die Finanzierung eines optisch passenden Gitters durch Spendenmittel unsere Initiative finanzieren.
Doch war das leider auch nicht möglich und nicht gewollt ... 

nun wird der historische Zaun als Fahradständer  benutzt ... 

Montag, 6. Februar 2017, 15.00 Uhr

Bei einem Besuch in der Werkstatt Vera Fendel konnten wir uns den Bearbeitungsstand
des Portals der Bethlehem-Kirche ansehen

Alles wird genau dokumentiert und festgehalten.

Mit unterschiedlichen Instrumenten werden alle Einzelteile von Rost, alter Farbe und Ablagerungen
gereinigt und für eine lange Haltbarkeit fachgerecht behandelt.
 

Montag, 6. Februar 2017, 10.00 Uhr
Treffen der Liquitatoren - Renaissance Gartenfriedhof e.V. i.L.

Karl-Ernst Fichter, Günther Rupprecht, Ingeborg Rupprecht, Dieter Zinßer

Information über den Stand der Abwicklung:

In unserer Mitgliederversammlung am 12. August 2016 wurden vier mögliche Varianten
für die Verwendung des Restvermögens des Vereins beschlossen.
Nach Abwägung der aktuellen Randbedingungen haben sich die vier Liquidatoren einstimmig
und beschlusskonform für eine Spende für folgendes Vorhaben der Wenger-Stiftung entschieden.

Mit der Spende soll ein Beitrag zu der von der Stiftung finanzierten Restaurierung
des Hauptportals im Westen der Bethlehem-Kirche in Linden geleistet werden.

Begründung:

1.   Die Wenger-Stiftung ist uns aus der bisherigen Zusammenarbeit
      aufgrund ihres großzügigen Engagements bei Restaurierungen
      auf dem Gartenfriedhof als zuverlässiger Partner bestens bekannt.

2.   Die LHH hat trotz mehrfacher Aufforderung (seit Juni 2015),
      die Verwendung der Spenden für Grabpatenschaften zu benennen,
      keine aussagekräftigen Informationen geliefert.
      Darüber hinaus liegen uns keinerlei Planungen der LHH für
      dringende Restaurierungen dieser Patengrabstätten auf dem Gartenfriedhof vor.

3.   Zum Projekt „silberglanz“ im Landesmuseum:
      Hier sollten mehrere auf dem Gartenfriedhof  bestattete Personen
      über ein „Bildschirmsystem“ ausführlich präsentiert  werden.

      Das vielversprechende Projekt konnte nicht realisiert werden:
      -     Es gab keine zuverlässige Zusage vom Leiter des Historischen Museums,
            dass die Installation nach dem Ablauf der Ausstellung „silberglanz“
            dauerhaft ins Historische Museum übernommen werden kann.

Daher sollen die noch vorhandenen Mittel des liquidierten Vereins komplett und zweckgebunden wie oben genannt für die Restaurierung des Westportals der Bethlehem-Kirche zur Verfügung gestellt werden.

Mit den Restaurierungsarbeiten wurde die Firma Vera Fendel betraut, die in den letzten Jahren mehrere Grabkreuze des Gartenfriedhofs qualitativ hochwertig konserviert und restauriert hat.

siehe auch unter: Initiative/Auflösung des Vereins